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Sicherstellung der Pflege als gewaltige Herausforderung für den Kreis Euskirchen

Heute Morgen hieß es für mich früh aufstehen. Um viertel vor sieben war ich mit Frau Tobehn, Pflegefachkraft beim ambulanten Pflegedienst des Caritasverbands für die Region Eifel e.V., verabredet, um mit ihr einen Teil ihrer täglichen Tour zu absolvieren. Und was soll ich sagen: es wurde einer jene Wahlkampftermine, die mich auch emotional tief bewegen.

Der demographische Wandel ist in aller Munde. Die damit verbundenen Herausforderungen auch für die Politik werden auf allen Ebenen diskutiert. Immer mehr Menschen werden immer älter, ihre Versorgung und Pflege muss flächendeckend gewährleistet werden. Dabei ist es der Wunsch der meisten, solange wie möglich im gewohnten Umfeld versorgt zu werden und so viel Eigenständigkeit wie möglich zu erhalten.

Im Kreis der Mitarbeiterinnen der Caritas Pflegestation

Im Kreis der Mitarbeiterinnen der Caritas Pflegestation

Hier leisten die ambulanten Pflegedienste unschätzbare Arbeit. Ich wollte über diese Arbeit  nicht nur reden, sondern an der Basis miterleben, welche Anforderungen dieser Beruf stellt. Ich glaube, nur wer diese Arbeit kennt, kann die richtigen politischen Entscheidungen treffen und dieser so wichtigen Arbeit die gebührende Wertschätzung entgegen bringen. Ich möchte mich noch ausdrücklich bei der Geschäftsführung und den Mitarbeitern bedanken, dass Sie mir die Möglichkeit gegeben haben, dieses Berufsfeld nicht nur theoretisch kennen zu lernen!

Es ging von Strempt nach Hostel, Glehn, Bleibür, Bescheid und Berg und ich kann sagen, dieses ist nur ein kleiner Teilbereich. Ich hatte hier die Möglichkeit die Arbeit der Pflegekräfte mit zu erleben und die vielfältigen Aufgabenbereich  kennen zu lernen. Dabei wurde von meiner Seite natürlich stets die nötige Distanz und Diskretion gewahrt. Meine Hochachtung für diese Berufsgruppe, die jeden Tag aufs neue die Aufgabe der Betreuung und Pflege bewerkstelligen muss und teilweise leider auch die einzige Ansprechpartner für diese Menschen darstellt.

Im Anschluss ging es um 10:00 Uhr zum Informationsgespräch mit Herrn Rolf Schneider (Geschäftsführer), Frau Elisabeth Nosbers (Fachbereichsleitung) und Mitarbeiterinnen zur Caritaspflegestation in Mechernich.

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Im Gespräch mit den Verantwortlichen

Dort hatte ich die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen zu diskutieren. Auch künftig die Pflege und Betreuung im Kreis, speziell im Südkreis zu sichern, ist mir ein ehrliches Anliegen. Im Rahmen dieses Austausches kamen Themen wie Bürokratie, Bezahlung, Zeitdruck, Dokumentationspflicht  und Verbesserungen der Antragsverfahren für Investitionskosten zur Sprache. Gerade die Anträge zum Thema Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII sollten nach Meinung der Pflegenden vereinfacht und schneller bearbeitet werden. Zum Abschluss kamen wir überein, das in diesem Bereich alle an einem Strang ziehen müssen, um diese Aufgaben auch in Zukunft bewältigen zu können. Gerade der Informationsfluss und die Zusammenarbeit auch im politischen Alltag muss weiter Ausgebaut werden, deswegen war für mich dieser Kontakt zu den Verantwortlichen so wertvoll!